Off duty

… war ich in letzter Zeit selten. Uni, Blog und Instagram erfordern mehr als genug Arbeit, um mich von früh bis spät zu beschäftigen. Montag bis Sonntag – und dann wieder von vorn.

Vor allem, weil ich in letzter Zeit zusätzlich noch so viel mit meiner Uni in Berlin klären musste, stand ich die vergangenen Tage total unter Strom. Ein Assignment jagt das nächste, zuhause auf der Kleiderstange hängen die Looks, die noch geshootet werden müssen schon bereit und socializen muss man ja im der neuen Heimatstadt auch irgendwann noch.
Wie immer hat das Ganze zwei Seiten: ich liebe das, was ich tue. Na klar, es gibt den ein oder anderen Test in der Uni den ich lieber nicht schreiben würde und der dauernde Regen hier hat mir den Spaß am Fotos machen schon das ein oder andere mal verdorben. Aber am Ende des Tages bin ich dann doch froh, in so einer tollen Stadt an so einer fantastischen Universität studieren zu können und mich mit meinem Blog und Instagram finanziell über Wasser halten zu können.

Trotzdem vergesse ich manchmal, wie wichtig es ist, sich auch mal eine Auszeit zu nehmen, quasi außer Dienst zu sein. Und auch, wenn es sich oft so anfühlt, gehört „mal schnell Instagram checken“ nicht dazu. Seit ich hier bin, ist mir aufgefallen, wie viel Zeit am Tag ich eigentlich hinter Bildschirmen verbringe. Es beginnt morgens am Handy mit Twitter, Instagram und Spiegel Online. Nach dem ersten Kaffee geht es weiter mit dem Laptop, an dem ich dann meine Mails beantworte und danach schaue, was ich für die Uni zu erledigen habe. Von den zahlreichen Texten, die ich durcharbeiten muss, lese ich die meisten am Laptop und Papier zu sparen. Nach der Zeit in der Bibliothek folgt meist entweder eine Lehrveranstaltung oder ich treffe mich mit einer Freundin zum shooten – das sind oft die wenigen Minuten des Tages, in denen kein Display vor mir habe. Abends vor dem Schlafengehen werden Bilder bearbeitet und nebenbei Netflix geschaut. Ich habe es zwar noch nie gemessen, aber 8 Stunden des Tages verbringe ich durchschnittlich sicher vor meinem Computer oder meinem Handy.

In dem Moment, in dem ich das realisiert hatte, wusste ich, eine Auszeit kann für mich nur eins bedeuten: kein Display vor der Nase. Solange das nämlich nicht der Fall ist, weiß ich ziemlich sicher, ich bin gerade off duty. Einfach mal ein paar Stunden nicht auf’s Handy gucken während man in einem Café sitzt, Kaffee trinkt und quatscht, tut zum Glück nicht weh. Sobald man alleine ist, kann das schon zu einer Herausforderung werden. Was ich deshalb manchmal tue: mein Handy auf Flugmodus stellen. Letzten Sonntag zum Beispiel habe ich zum Beispiel einfach mal auf Straßenbahn, Fahrrad und Internet verzichtet und bin zu Fuß, mit einem Podcast auf den Ohren in die Stadt gelaufen. Diese halbe Stunde hat sich mehr nach einer Auszeit angefühlt als drei Stunden Serienschauen und sich auf Instagram herumschlagen.

Wie immer gilt hier natürlich: die Mischung macht’s. Den halben Tag offline zu verbringen ist für mich einfach kein realistisches Ziel. Aber umso wichtiger ist es, sich klar zu machen, wie essentiell solche kleinen Auszeiten sind – sei es nun vom Display oder einfach nur von der Arbeit.

GET THE LOOK

Hat

Esprit

Blazer

Asos

  • Comments ( 2 )

  • avatar
    Hannah

    Ich kann von mir sagen, dass ich weniger Zeit vor Bildschirmen verbringe als du, aber ich kann dich total verstehen. Ich nehme mir auch oft bewusst eine Auszeit vom Smartphone, um besser entspannen zu können. Dein Outfit gefällt mir mal wieder richtig gut, ich mag die Kombi aus Hoodie und Blazer! LG Hannah

  • avatar
    Nicola

    Deine Boots sind ja mal der Hammer! xx Nicki
    http://www.morningelegance.de

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