Australia Road Trip

So eine Reise nach Australien ist schon abenteuerlich, erst recht, wenn man nur mit einem Zelt auf dem Dach und einer Hostel-Buchung für drei Nächte los legt. Von meinen Surfversuchen über Abschleppdienste bis zum besten Brunch Australiens und den Kosten für den ganzen Spaß habe ich euch in diesem Blogpost alles zusammengefasst. 

ROUTE

Die Route, die wir ursprünglich geplant hatten, begann in Brisbane. Dort traf ich mich mit meiner besten Freundin Nadja um unseren Roadtrip zu starten, der uns innerhalb eines Monats entlang der Ostküste Australiens nach Melbourne führen sollte. Da wir nicht nur Autofahren und Campen, sondern auch Städte erkunden wollten, verbrachten wir erst drei Tage in Brisbane. Danach ging es zum ersten Mal in’s Auto und Richtung Surfer’s Paradise, wo wir einen ganzen Tag verbrachten. Abends fuhren wir weiter nach Kirra, ein kleiner Ort an der Gold Coast, und blieben dort zwei Nächte. Nächster Stopp war Byron Bay – einer der beliebtesten Orte für Surf- und Strandurlaub in Australien. Nach zwei Nächten entschieden wir uns in dem Glauben, unsere folgenden Stationen würden Byron ähneln, weiterzufahren. Im Gegensatz zum hippen Byron Bay stellten sich Coff’s Harbour und Port Macquerie allerdings als ziemlich langweilig heraus. Als wir am nächsten Tag nach ein paar Stunden Fahrt in Swansea ankamen und auch dieser Ort außer Dauercampern und einem Subway nicht viel zu bieten hatte, beschlossen wir am Tag darauf, die übrigen Stationen zu skippen und schnellstmöglich nach Sydney durchzufahren. Dort blieben wir dann fünf Tage, das Auto in einem überteuerten Parkhaus abgestellt. Trotz des ursprünglichen Plans, der einige Stopps zwischen Sydney und Melbourne inbegriff, entschieden wir uns erneut gegen Camping und für mehr Stadt. Bevor also zehn anstelle von nur sechs Tagen in Melbourne anstanden, machten wir noch einmal Halt in den Blue Mountains, um uns die Natur Australiens nicht ganz entgehen zu lassen. Einige McDonalds-Mahlzeiten, Autostunden und eine Nacht auf einem Parkplatz später hatten wir unser Ziel beinahe erreicht. Leider gab Nadjas Auto nur anderthalb Stunden vor Melbourne seinen Geist auf und so mussten wir das letzte Stück unseres Roadtrips schließlich doch noch mit dem Zug bestreiten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Route, so wie wir sie ursprünglich geplant hatten, nur etwas für Leute ist, die sich nicht allzu schnell auf Campingplätzen langweilen. Obwohl Orte wie Port Maquerie in jedem Reiseführer erwähnt und teilweise sogar empfohlen werden, hat man in den meisten Fällen nicht viel verpasst, wenn man sie auslässt. Lässt man diese Stopps weg, ist die Route für einen ganzen Monat allerdings recht kurz und könnte besser in zwei bis drei Wochen bestritten werden. Im Nachhinein hätten wir in den meisten Städten weniger Zeit gebraucht, Brisbane zum Beispiel hätte man auch gut innerhalb eines Tages erkunden können. Für mich stellte sich zum Beispiel heraus, dass ein ganzer Monat Urlaub prinzipiell ein Wenig viel ist, am Ende konnte ich kaum erwarten, endlich wieder beginnen zu arbeiten und produktiv zu sein. Stattdessen hatte ich mir extra wenig Arbeit mitgenommen und sogar meinen Laptop zuhause gelassen. Beim nächsten Mal würde ich entweder weniger Urlaub buchen oder aber eine “Workation” daraus machen, wie man heutzutage in Berlin Mitte sagt. Aber auch das ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich.

ACCOMODATION

Solange wir unterwegs waren, haben wir in Nadjas Rooftop-Zelt auf dem Auto geschlafen, was sie sich für vorherige Reisen in Australien gekauft hatte. Im Gegensatz zu einem konventionellen Zelt lässt sich das Rooftop-Zelt wesentlich unkomplizierter aufbauen (man klappt es eigentlich nur vom Autodach aus auf). Darüber hinaus braucht man sich keine Sorgen darüber machen, was auf Australischem Boden alles so kreucht und fleucht. In Brisbane, Sydney und Melbourne haben wir vor allem in Hostels geschlafen, für ein paar Tage aber auch in einem AirBnB. Während das Chill Backpackers in Brisbane mit Dachterasse, sauberen Bädern und großzügigen Zimmern eine ziemlich guten Eindruck hinterließ, wurde es danach von Stadt zu Stadt ungemütlicher. Das Maze in Sydney, das sich schon laut Rezensionen als “Labyrinth des Schreckens” ankündigte, war zwar heruntergekommen und hatte Zimmer, die kleinen Gefängniszellen ähnelten, allerdings gab es fast jeden Abend free food und die Lage sowie die Badezimmer waren prima für den Preis, den wir zahlten. Nachdem wir in Melbourne die ersten paar Tage in einem kleinen Studio mit unbeschreiblichen Blick auf’s CBD untergebracht waren, zogen wir danach in ein Hostel in St. Kilda. Das sogenannte Ritz for Backpackers befand sich zwar in Strandnähe, mehr Pluspunkte konnte es bei uns jedoch nicht sammeln. Zwei Waschbecken für eine gesamte Etage mit rund 20 Zimmern, nur eine Dusche mit Warmwasser, Dreck überall und eine “Fuck-Off”-Mentalität bei den meisten Mitarbeitern und Gästen. Natürlich wussten wir, worauf wir uns einlassen, wenn wir in Hostels schlafen, vom Ritz würde ich aber jedem eindringlich abraten. Wäre das Auto nicht bereits verkauft, hätten wir die letzten Nächte wohl lieber noch im Zelt verbracht. Schließlich war die Kombination aus Camping, Hostels und AirBnB aber super, vor allem um bei so einem langen Zeitraum mehr oder weniger einem Studentenbudget zu bleiben.

COSTS

Ein Großteil der Kosten für so eine Reise fällt natürlich gleich zu Beginn, oder im Idealfall einige Monate vorher, für den Flug an. Ich habe für den Hinflug nach Brisbane und den Rückflug nach Melbourne insgesamt 1200€ bezahlt. Eine Wahnsinnsmenge an Geld, da man es aber meist im Voraus bezahlt, denkt man während der Reise zum Glück nicht mehr dran. Ein weiterer Vorteil früher Planung ist die Möglichkeit, schon lange vorher mit dem Sparen zu beginnen. Natürlich schüttele ich als Student einen solchen Urlaub nicht einfach aus dem Ärmel, sondern musste einige Monate lang Geld dafür zurück legen. Zwischen 2000 und 3000€ wollte ich “mitnehmen”, aber nicht zwangsläufig ausgeben. Es ist natürlich schwierig, einzuschätzen wie viel Geld man für einen Monat am anderen Ende der Welt für eine Reise braucht, die man noch niemals zuvor gemacht hat. Wenn man aber Durchschnittspreise für Hostels/Campingplätze pro Nacht, Benzingeld sowie Verpflegung pro Tag überschlägt und schließlich nochmal mindestens ein Drittel dieser Kosten drauf legt, sollte man gut gerüstet sein. Die Tankkosten in Australien sind natürlich kaum erwähnenswert, unsere Reise hat aber gezeigt, wie schnell es beispielsweise passieren kann, dass ein Auto auch mal zur Reparatur muss. Für diese Situationen ist es natürlich ideal, noch etwas Geld in der Hinterhand zu haben, auf welches man im Notfall zugreifen kann. Die meisten Campingplätze kosten für ein Auto mit Rooftop-Zelt 25-35 AUS$ (also knapp 15-20€) pro Nacht, bei Hostels variiert der Preis schon mehr. Je nachdem wie hoch die eigenen Ansprüche sind, kann man aber auch mitten in Sydney CBD für 20€ pro Nacht unterkommen. Australiens berühmte Brunchrestaurants sind, solange man sich für eine Sache auf der Karte entscheiden kann, relativ budgetfreundlich. Verglichen mit Rotterdam und Berlin bezahlen Aussies wahrscheinlich sogar weniger, weil der Kaffee so günstig (aber fantastisch!) ist. Auch im Supermarkt kann man günstig einkaufen, vor allem Fleisch ist so billig, dass man sich jedes mal wieder ein wenig erschreckt. All das Geld, was ihr beim Essen spart, könnt ihr allerdings direkt für Drinks einplanen. Wer gerne mal ein Glas Wein oder ein Bier trinkt, muss einiges auf den Tisch legen. Ein Bier in einer Bar bekommt man selten unter 10$ und auch in den sogenannten Bottleshops sind alkoholische Getränke wesentlich teurer als die meisten von uns es gewohnt sind. Der mit Abstand am schwierigsten einzuschätzende Kostenfaktor sind allerdings die Aktivitäten, von denen man in der Regel die meisten erst während seines Trips plant. Leider gibt es bei vielen der Sightseeing-Must-Do’s keinen Studentenrabatt, dafür sind andere, wie zum Beispiel die New South Wales Art Gallery in Sydney komplett umsonst. Auch hier ist wieder abwägen angesagt, aber man muss sowieso nicht von jedem Aussichtsturm in Australien herunter geschaut haben.

Letztendlich habe ich mit einer Mischung aus Campingplatz und AirBnB, Selberkochen und Winetastings und Kartenspielen und Pologame etwas mehr als 2000€ zusätzlich zu meinem Flug ausgegeben. Das ist natürlich auf den ersten Blick für einen Monat, auf den zweiten aber genau so viel, dass sich jener Monat auch ein Bisschen wie Urlaub anfühlt.

So spart ihr vor und während der Reise:

  • Den Flug am besten etwa drei Monate vorher buchen. Websites wie skyscanner helfen beim Vergleichen und Herausfiltern der besten Optionen.
  • Fast jede Bar und jedes Restaurant haben am frühen Abend eine Happy Hour, während der man Drinks zu einem studentenfreundlicheren Preis bekommt. Dasselbe gibt es auch mit ausgewählten Gerichten, haltet also die Augen offen!
  • Viele Hostels bieten gratis Verpflegung an festgelegten Tagen an. Im Maze in Sydney zum Beispiel gibt es an drei Tagen der Woche free dinner (natürlich vor allem fast food wie Burger und Hot Dogs) und sonntags Pancakes umsonst.
  • Hostels und Campingplätze lassen sich meist ohne Umstände kurzfristig buchen. Mit den AirBnB’s, vor allem in den Großsstädten, sieht es anders aus: bucht so früh wie möglich. Es gibt viele tolle, bezahlbare Optionen, nur leider sind die natürlich schon weg, wenn man zwei Wochen vor Ankunft schaut.

 

FAVORITE PLACES & THINGS TO DO  

MELBOURNE


Auch, wenn das hier nicht wirklich ein Ranking ist, muss Melbourne einfach an erster Stelle genannt werden. Mit ihrem modernen Flair hat die Stadt mich von allen Orten in Australien einfach am ehesten überzeugen können. Obwohl es ja auch in Rotterdam einige Wolkenkratzer gibt, ist das CBD (also der “central business district”) in Melbourne schon noch um Einiges beeindruckender. Wenn ihr diese Aussicht einmal so richtig genießen wollt, kann ich euch das AirBnB, in dem wir geschlafen haben, nur empfehlen. Anders als in Sydney wirkt es in diesem Bereich der Stadt nachts auch keineswegs ausgestorben, man kann dort also prima als Tourist unter Einheimischen wohnen.

Ein völlig anderer aber mindestens genauso spannender Stadtteil ist Fitzroy. Auf mich machte die Kombination aus Vintageshops, bunten Fassaden und Bars ein bisschen den Eindruck, als befände ich mich in London und Berlin gleichzeitig. Wenn ihr in Fitzroy seid, macht unbedingt bei Lune Croissanterie Halt und berichtet mir, wie es war! Ich folge dem Account der Bäckerei nämlich schon jahrelang sehnsüchtig auf Instagram, als ich dann aber tatsächlich vor der Tür stand, waren bereits alle Croissants für den Tag ausverkauft.

Unter anderem ist Melbourne für seine Street Art bekannt, die man laut Reiseführern und Websites vor allem in der Hosier Lane findet. Was man dort dementsprechend auch findet, sind massenhaft Touristen. Geht am besten gleich weiter zur ACDC Lane, dort sitzen lediglich ein paar Köche zur Zigarettenpause und ihr könnt alle Plakate, Graffitis und Schmierereien in Ruhe bewundern.

Etwa eine Autostunde durch hügelige Graslandschaften entfernt von Melbourne befindet sich das Yarra Valley, wo ein Großteil australischer Weine angebaut und produziert wird. Der perfekte Ort für Winetastings! Überall in Australien wo es Wineries gibt, kann man in der Regel anhalten und für wenige Dollar eine ganze Reihe an hauseigenen Weinen probieren. Da es im Yarra Valley mehr als 80 Weingüter gibt, lohnt sich eine Tour, bei der meist mehrere Wineries sowie ein Restaurantbesuch enthalten sind.  

Last but not least gehört natürlich noch mein aller-aller-allerliebstes Frühstücksrestaurant in Melbourne mit auf diese Liste: das Staple in St Kilda. Während der Stadtteil an sich zwar am Strand liegt, im Fazit sonst aber eher schlecht als recht abschließt, macht Staples rundum glücklich. Neben netter Bedienung und dem perfekten Basic-Frühstück bestehend aus Avocado, Toast, Ei, Tomate und Hummus für knappe 8€, gibt es auch richtig instagramtaugliche Brunchkreationen und vor allem guten Kaffee. Ein weiteres Plus: St Kilda ist voller Hunde und ratet mal, wo es ihre Besitzer am Samstagmorgen hinzieht… Wir waren von Essen, Trinken, Menschen (und Hunden) so begeistert, dass wir von unseren sechs Tagen in St Kilda jeden einzelnen im Staple begonnen haben.

 

SYDNEY

Eigentlich würde ich die Harbour Bridge nicht unbedingt als Tipp durchgehen lassen – schließlich ist sie doch in jeder Liste an bekannten Sehenswürdigkeiten in Sydney zu finden. Statt nur zu gucken, kann ich euch aber empfehlen, auch tatsächlich über die Brücke zu gehen. Auf der anderen Seite angekommen wird man von einer komplett freien Sicht (nein, keine anderen Touristen, es sei denn, es legt gerade ein Boot an) auf die Oper und die Harbour Bridge selbst belohnt.

Eine weitere, nicht weniger offensichtliche Empfehlung ist die New South Wales Art Gallery. Trotz meines Kunstgeschichtestudiums hatte ich zuvor weder über Aboriginal Art gehört noch welche gesehen. In der NSW Gallery kann man beides. Dazu gibt es europäische und asiatische Kunst und der Eintritt ist frei.

So klischeehaft es mal wieder ist: Bondi war definitiv mein liebster Teil von Sydney. Im Gegensatz zum CBD, was zwar beeindruckend, aber nicht gerade einladend ist, spürt man in Bondi den Aussie Vibe, den man aus Filmen und Surferserien gewohnt ist. Auch, wenn Bondi nur eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt ist, fühlt man sich, als wäre man ein paar Orte weiter. Am besten, ihr beginnt euren Tag mit einem Frühstück im Depot, wo ihr, sofern ihr draußen sitzt, sogar Meerblick habt. Unbedingt den Halloumi Stack bestellen – himmlisch! Das Icebergs in Bondi ist natürlich ein absolutes Muss. Neben der Oper und der Harbour Bridge ist der strahlend weiße Beachclub mit hellblauem Salzwasserpool direkt im Meer wohl eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Sydneys. Für 8$ Eintritt kann man einen ganzen Tag am Pool liegen und den anderen Gästen dabei zuschauen, wie sie beim Fotos machen von gigantischen Wellen überrascht werden.

Noch mehr Tipps: 

  • Wenn wir gerade schon bei Sydney sind: geht bei Smoking Gun Bagels essen. Thank me later.
  • Natürlich waren wir auch in Brisbane brunchen! Bei Plenty hatte ich mein erstes australisches Frühstück und es war absolut köstlich. Außerdem ist die Location sehenswert.
  • In Brisbane könnt ihr außerdem for free Bootfahren! Es gibt mehrere Linien, die zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gehören und bei denen man beliebig an jeder Anlegestelle in der Innenstadt ein- und aussteigen kann.
  • Byron Bay ist nicht nur unter Europäern populär, sondern auch der beliebteste Urlaubsort der Australier. Das versteht man spätestens dann, wenn man einmal im Meer schwimmen und im Bayleaf Café essen war.
  • Meine Outdoor-Favoriten waren definitiv unsere Wanderung in den Blue Mountains und die Cedar Creek Falls. Beide Umgebungen sind voll mit Wasserfällen, Schluchten und Tieren und Pflanzen, die ich zuvor noch nie gesehen hatte.

 

TOP 3 BEST & WORST MOMENTS

WORST

  1. Der Moment, in dem wir uns eingestehen mussten, dass unser Roadtrip entgültig vorbei war. Die kaputte Kühlung, dank der wir nicht nur die Klimaanlage verzichten, sondern auch die Temperaturanzeige des Autos genauestens im Blick behalten und gelegentlich anhalten musste, gab etwa 100 Kilometer vor Melbourne ihren Geist auf. Was dann folgte, war nicht schöner: ein Abschleppdienst brachte uns nach Euroa, eine wie ausgestorbene Kleinstadt, durch die wir wenig später bei 35 Grad mit dem gesamten Inhalt des Autos zum Bahnhof pilgerten und vier Stunden später den einzigen Zug nach Melbourne nahmen.
  2. Das Hostel in dem wir in St Kilda untergekommen waren, bescherte uns eigentlich einen sechstägigen Schreckmoment. Kaum ein Tag verging, an dem wir nicht etwas neues, unglaublich widerliches entdeckten. Von langen lockigen Haaren, die aus dem Sprinkler an der Decke hingen, über Löcher in der Wand, Drogen in der Dusche und Flöhen im Bett war alles dabei. Als am letzten Tag offenbar aus gegebenem Anlass ein großes, selbstgeschriebenes Schild mit den Worten „DON’T VOMIT IN BIN/SINK. THANK YOU!“ aufgehängt wurde, blieb uns nichts mehr übrig, als laut zu lachen und so schnell wie möglich die letzte Nacht rumzukriegen.
  3. Leider musste ich feststellen, dass ich den Surfervibe Australiens zwar cool finde, selber aber lieber nicht auf dem Brett stehe (geschweige denn es versuche). Meine ersten und einzigen Surfversuche waren wie zu erwarten holprig. Das motivierte mich jedoch keinesfalls, weiter zu machen! Das was viele Surfer so lieben, die Schnelligkeit mit der das Brett über die Wellen gleitet, finde ich nämlich nichts als angsteinflößend. Nach zwei Versuchen gab ich das Board kleinlaut an Nadja ab und legte mich lieber wieder an den Strands.

BEST

  1. So simpel es klingt, aber das beste an Australien war definitiv, dass ich mit meiner besten Freundin dort war. Ein Glas Wein trinken, Karten spielen und bis tief in die Nacht quatschen war definitiv meine liebste Beschäftigung. Auf einem Campingplatz in Byron Bay oder in einer Bar in Melbourne macht es natürlich besonders viel Spaß 😉
  2. Mein erstes Frühstück in Australien. Nach meinem ewig langen Flug holte mich Nadja abends vom Flughafen ab, wir checkten ins Hostel ein und gingen noch einen Burrito essen. Nach einem ziemlich langen Fußmarsch durch Brisbane am nächsten Tag, kamen wir in einem Café an, das all meinen Vorstellungen von der australischen Brunchkultur entsprach. Während ich an meinem Iced Latte nippte und genüsslich Hashbrowns mit pochierten Eiern und Halloumi aß, realisierte ich: ich bin echt in fucking Australia. Wow.
  3. Nachdem am letzten Tag wieder einmal ziemlich weit gelaufen waren, hielten wir noch einmal am Strand von St Kilda, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Hostel begaben. Scheinbar stand der Wind gerade gut, denn ich entdeckte mehr als ein Dutzend Windsurfer auf dem Wasser. Aus einer kleinen Pause wurde eine halbe Stunde begeistertes Zugucken und auch schon ein wenig Abschied nehmen, von dem Abenteuer, dass wir einen Monat lang gelebt hatten.

 

Meine gesamte Reise könnt ihr euch übrigens jederzeit noch einmal in meinen Storyhighlights auf Instagram ansehen!

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