A Day In My Life

Von wegen nur Pakete auspacken, Avocadobrote essen und ein paar Bilder machen – komplett ehrlich und ohne Filter erzähle ich euch heute, wie ein typischer Tag in meinem Leben aussieht.

SMOOTHIE BOWL STATT METTBRÖTCHEN – SORRY NOT SORRY

Okay, einige Klischees werde ich vielleicht doch bestätigen. Denn schon morgens nach dem Aufstehen gibt’s bei mir so gut wie immer ein instagrammy Frühstück: Acaibowl, Müsli mit Beeren oder eben das besagte Toast mit Avocado. Aber hey, zumindest habe ich mir abgewöhnt, jeden Tag ein Bild davon zu machen. Meine Aufstehzeit hingegen ist nicht immer vorbildlich. Auch, wenn ich mir meistens vornehme, gegen sieben Uhr aufzustehen, klappt das nur selten. Meist wird daraus um acht, manchmal sogar um neun oder zehn – je nachdem wie meine Pläne für den Tag aussehen.

 

NEVER NOT LATE – MEIN SCHLIMMSTES LASTER

Ist Uni angesagt, bedeutet das so gut wie immer Chaos, weil meine Morgenroutine schneller erledigt werden muss als den Rest der Woche. Zum Verhängnis wird mir dabei allerdings weniger mein Styling (mehr als fünf Minuten brauche ich nicht im Bad, um meine Out-of-Bed-Visage in die eines halbwegs ausgeschlafenen Studenten zu verwandeln) sondern mein Frühstück und das damit einhergehende Schauen von Insta-Stories. Je nachdem wieviel Caro Daur, Chiara Ferragni und Co. gefilmt haben, stürze ich dann manchmal auf den letzten Drücker aus der Haustür. Naja, vielleicht hab ich selbst den schon verpasst. Für den Fall, dass meine Kommilitonin Lisa das hier liest, bin ich auch an dieser Stelle ehrlich: ich komme eigentlich immer zu spät in die Uni. Immer. Wenn’s ums Ganze geht und ich einen guten Eindruck hinterlassen will, bin ich lieber eine viertel Stunde zu früh, bei Terminen in alltäglichen Situationen schaffe ich es aber so gut wie nie on time zu sein. Ob ich dabei eine oder vier Stunden vorher Zeit habe, ist egal – das ist was Chronisches.

UNTERWEGS IN BERLIN

So hektisch wie mein Weg dorthin ist, so entspannt empfinde ich dann meine Fahrt in der U-Bahn oder im Bus. Seit meiner Schulzeit sind öffentliche Verkehrsmittel zwar einerseits die lauten, stickigen Beförderungsmittel, die sie eben sind, andererseits aber auch ein anonymer Platz zum Nachdenken. Man trifft mich unterwegs so gut wie nie ohne Kopfhörer an, Musik und Podcasts sind immer dabei. Und, das sage ich euch, wenn man an der Freien Universität studiert dann hat man viel, seeeehr viel Zeit, um auf dem Weg dorthin Nachzudenken und Musik oder Podcasts zu hören.

MAILFLUT? COME ON!

Aber was erzähle ich überhaupt? Wahrscheinlich studieren die meisten von euch ebenfalls und wissen dementsprechend, wie’s weiter geht. Deshalb spule ich an dieser Stelle einfach mal zurück und biege nicht stadtauswärts ab, sondern mache mich auf in die City. Dort treffe ich mich an meinen Tagen, an denen ich keine Uni habe, nämlich meist mit Philippa oder Erik zum Arbeiten. Die ersten Mails sind um diese Zeit schon im Home Office (klingt fancy, ist in Wirklichkeit natürlich einfach nur ein Schreibtisch) erledigt. An manchen Tagen folgt dann später noch eine Mailsession, an manchen kommt außer ein paar Werbemails nichts mehr rein. Kooperationen müssen abgeklärt, Blogpost geplant und Events koordiniert werden. Auch wenn das viel Zeit beansprucht, den Mythos von einer rot umrandeten vierstelligen Zahl auf der Mail-App muss ich euch leider nehmen. Jeder Blogger meiner Reichweite, der damit herum prahlt, ist entweder extrem lange nicht an seinem Postfach gewesen oder hat fleißig „als ungelesen markiert“ (alles für den Fame, you know).

CONTENT, CONTENT, CONTENT!

Aber weiter im Text: Fotos. Ich brauche täglich zwei bis drei Bilder für Instagram sowie regelmäßig Kamerashots für den Blog. Die müssen natürlich irgendwann gemacht werden. Meistens fotografieren wir uns gegenseitig, was den Vorteil hat, dass man den Perfektionismus des anderen gut nachvollziehen kann und nicht nach zehn Bilder schon aufgibt. Zugegeben, man kommt sich ab und zu dämlich vor, wenn man zum dritten Mal auf der selben Stelle herumtritt, um das ideale „Laufbild“ hinzubekommen oder behangen mit Jacken und Taschen mitten auf der Straße hockt, um die Fotos aus der besten Perspektive zu schießen. Bei extrem realitätsfernen Situationen, minutenlangem Haareschütteln oder gekünsteltem Peace-in-die-Luft-zeigen bin aber selbst ich als Hardcore-Instagram-Fan raus.

 

SPORT – YOU GOTTA DO WHAT YOU GOTTA DO!

Irgendwann im Laufe des Tages versuche ich es dann noch, es ins Fitnessstudio zu schaffen. Und ganz ehrlich? Ich hasse es. Ab dem ersten Crunch – Sit-Ups kann ich noch nicht mal – den ich mache, hasse ich es. Der einzige Vorteil: nachher fühlt man sich immer besser. Würde meine beste Freundin mich nicht regelmäßig dazu überreden mit ihr Sport zu machen, hätte ich wahrscheinlich bis heute noch keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio.

NOTHING TO WEAR

Abends steht dann häufig noch ein Event an. Und weil ich meinen Outfit-Struggle am Morgen nicht erwähnt habe, muss ich das in diesem Rahmen tun. (Achtung Klischee!) Traurig aber wahr: Das „Ich-habe-nichts-zum-Anziehen-Gefühl“ geht auch nicht weg, wenn man konstant Kleidung geschenkt bekommt. Nachdem ich auf Instagram nachgesehen habe, welche Teile ich zuletzt anhatte und somit für den aktuellen Look tabu sind, räume ich zum Leidwesen meines Freundes den halben Kleiderschrank aus. Der Blogger-Perfektionismus greift auch hier wieder: nicht gebügelt, zu langweilig, das passt nicht dazu, kein Silber zu Gold, slightly overdressed, die Schuhe sind zu flach, diese zu hoch… und so weiter. In den meisten Fällen finde ich schlussendlich aber doch einen Look, in dem ich mich wohl fühle und fahre dann – leicht verspätet – zu der besagten Veranstaltung. Auch wenn diese Events immer nach sehr viel Spaß aussehen, sind sie neben all den bunten Drinks, Snacks und Goodies eben auch Business. Entweder man hat vor Ort eine Kooperation oder schaut vorbei, um Kontakte zu knüpfen, zu socializen oder eine Marke besser kennen zu lernen.

PASTa, NETFLIX UND SECOND SCREENING

Später am Abend koche ich dann meist noch, am besten schmeckt’s dann doch zuhause auf der Couch. Während andere sich nichts anstrengenderes vorstellen können, als sich um neun in die Küche zu stellen, ist es für mich pure Entspannung. Danach schaue ich fern oder Netflix – natürlich nicht ohne second screen. Entweder ich habe Twitter oder Instagram offen oder kümmere mich noch die wichtigsten Mails für den nächsten Tag, bevor es ins Bett geht.

Diese Bilder sind übrigens mal wieder für ESCADA entstanden. In diesem Fall war’s ein Shooting wie aus dem Bilderbuch: perfekte Location, perfektes Licht und die Fotos waren blitzschnell im Kasten. Könnte es doch nur immer so laufen!

 

GET THE LOOK

Blouse

Asos

Sneakers

Converse

  • Comments ( 3 )

  • avatar
    Melanie

    Ein toller Post! Ich habe es genossen ihn zu lesen und mach deinen Schreibstil sehr. Ich denke, viele Blogger stellen sich besser dar, als sie dann tatsächlich sind. Neulich habe ich gelesen, dass viele Kleidung geliehen bekommen und nach dem Shoot zurück schicken müssen.

    Dein Look gefällt mir sehr gut. Der Trench ist super schön und die weiße Bluse passt so gut zum Look :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

  • avatar
    Katinka

    Ist das mit dem second screen nicht total anstrengend? Ist es nicht viel schöner, sich bewusst und in Ruhe auf nur eine Sache zu konzentrieren? Ohne ständig abgelenkt zu sein und nebenbei etwas anderes zu tun?

  • avatar
    jenny

    Das mit den Mails kann ich nur bestätigen 😛 Super Look und die Tasche ist wirklich süß!!

    http://changeable-style.com

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