10 Things I Learned about Blogging in 2016

Auch wenn 2016 im Großen und Ganzen nicht das beste Jahr gewesen sein mag – für meinen Blog war es definitiv ein gutes! Deshalb wird es Zeit, ein paar Erfahrungen über’s Bloggen mit euch zu teilen. 

1. Berlin ist der Place-To-Be.

Anfangs war ich ja nicht allzu begeistert von meinem neuen Wohnort. Mit der Zeit habe ich die Hauptstadt aber – vor allem in Bezug auf meine Tätigkeit als Blogger – zu schätzen gelernt. Nicht nur, weil ich mir zur Fashion Week kein überteuertes Hotel buchen muss, sondern weil sie mir den Rest des Jahres so einiges erleichtert. Von Events über Shootinglocations bis hin zu netten Bloggerkollegen findet man hier eigentlich alles, was das Influencerherz so begehrt. Dazu kommt, dass keiner blöd nachfragt, wenn man erklärt was man macht – schließlich hat in Berlin ja jeder irgendwann mal gebloggt.

2. Warte nicht darauf, dass du gefunden wirst – geh selbst auf die Suche!

Caro Daur, Novalanalove und Nina Suess sind ja nur die Spitze des Eisbergs – es gibt inzwischen so viele tolle Blogs und Influencer, dass man es den Marken und Agenturen kaum übel nehmen kann, wenn sie gerade dich (oder, wie in diesem Falle, mich) nicht finden. Stattdessen sollte man öfter mal sein Glück selbst in die Hand nehmen und bei Agenturen vorstellen, um eine Aufnahme in der Mailing-Liste bitten, jede Menge Media Kits verschicken und natürlich nach Marken für Kooperationen suchen. Aufmerksamkeit für den eigenen Blog zu beschaffen, ist in den meisten Fällen harte Arbeit, kein Glück.

3. Ohne Facetune, ohne mich.

Facetune bekommt dieses Jahr auf jeden Fall den Preis für meine liebste Bearbeitungs-App. Und nein, ich mache damit nicht meine Nase dünner oder meine Lippen voller! Neben diversen Verschönerungsfunktionen kann man damit nämlich auch bestens Hintergründe heller, störende Farbtupfer grauer und Details schärfer machen. Die Lösung für einen einheitlichen Instagram-Feed!

4. Vergiss nicht, dass es da draußen noch eine andere Welt gibt.

Umgegeben von Free Drinks, Goodie Bags, Fake Smiles und Spezialbehandlungen lässt sich schnell der Boden der Tatsachen vergessen. Klar, ich genieße all die Vorteile, die mir das Bloggen bis jetzt eingebracht hat. Trotzdem fahre ich nach einem Event mit der U-Bahn nachhause und bin froh, mich mich dann endlich wieder mit Leuten zu unterhalten, die ihre Nase noch nie in diese Welt voller Glitzer und Glamour gesteckt haben.

5. Blogger sind Freunde, keine Feinde.

Wortwörtlich als Feinde habe ich meine Bloggerkollegen natürlich nie empfunden, trotzdem hielt ich es nicht für besonders wichtig, mich ausführlich mit ihnen zu beschäftigen. Heute weiß ich, dass nichts stärker macht, als sich gegenseitig zu unterstützen. Ein paar „Blogger Issues“ versteht nämlich selbst die allerbeste Freundin nicht, wenn sie nicht zufällig dasselbe macht. Wie gut also, dass seit ein paar Monaten Erik direkt um die Ecke wohnt und jederzeit für’s Fotos machen, quatschen und Ideen austauschen da ist.

6. #nohate

Etwas, das mir in der Bloggerwelt tierisch auf die Nerven geht? All der Neid. Ich kann es verstehen, wenn man manchmal die Welt nicht mehr versteht, weil furchtbar hässliche Instagramprofile tausende von Followern haben oder erfolgreiche Full-Time-Blogger nicht mal ein vernünftiges Social-Media-Widget in ihre Website integrieren können. Aber auch die haben ihre Berechtigung, irgendwo kommt ihr Erfolg ja her. Und selbst, wenn er gekauft ist – na und? Get over it! Deine Follower werden nicht weniger, weil sie bei jemand anderem mehr werden. Hass bringt niemandem etwas (außer natürlich Michi Buchinger), schon gar nicht demjenigen, der hasst. Also warum nicht einfach mal alles gelassen sehen und sich auf den eigenen Erfolg konzentrieren?

7. Verkauf dich nicht unter deinem Wert!

Kurz nach Start meiner „Bloggerkarriere“ nahm ich so gut wie jede seriöse Kooperationsanfrage an. Dabei handelte es sich meist noch nicht mal um bezahlte Zusammenarbeit, sondern einfach nur um Produkte im Tausch für Promoting. Natürlich war das kein Problem für mich, im Gegenteil, ich freute mich über die Sachen und darüber, neuen Content für meine Leser kreieren zu können. Als ich mit der Zeit aber immer mehr Leser, Klicks und Follower hinzu gewann, begann ich, meine Kooperationen gezielter auszuwählen. Natürlich waren meine eigenen Interessen dabei Kriterium Nummer 1, schließlich sollte Authentizität eine Grundvoraussetzung für jeden Blog sein. Davon abgesehen, ob mir eine Marke gefiel, wurde mir aber auch eine faire Vergütung wichtig. Meine Blogposts entstehen innerhalb mehrerer Stunden Fotografierens, Bildbearbeitung und natürlich Schreibens – und das ist, auch wenn sie mir meist Spaß macht – Arbeit. Deswegen appelliere ich an alle Blogger da draußen: eure Arbeit ist etwas wert! Natürlich muss man Vergütung immer in Relation zu Klickzahlen und Qualität der Inhalte sehen, aber als gratis Werbeplattform sollte sich kein Blogger verstehen.

8. Gute Planung ist die halbe Miete.

Eigentlich bin ich eher der chaotische Typ: mein Abiballkleid kaufe ich ein paar Stunden vorher, meine Hausarbeit beginne ich nachts nach einer Party, 12 Stunden vor Abgabefrist. Was meine Website und Soziale Netzwerke betrifft, führt allerdings kein Weg an ein bisschen Planung vorbei. Los geht’s schon mit dem Bildmaterial: mindestens 2 Posts die Woche, 2-3 Bilder brauche ich außerdem täglich für Instagram. Jetzt im Winter gibt es maximal sechs Stunden am Tag, an denen es überhaupt hell genug ist, um diese zu schießen. Dazu kommt, dass ich an manchen Tagen zur Uni muss, mein Freund keine Zeit hat, den Fotografen zu spielen oder ich keinen Nerv, kreativ zu sein. Bilder und Posts müssen also im Voraus geplant werden. Es ist immer gut, eins zwei in der Hinterhand zu haben – man weiß schließlich nie, was kommt.
Unter dem Motto „Aaaaaah, ich muss heute noch irgendwas posten!“ entsteht jedenfalls selten toller Content…

9. Besser gar kein Content, als schlechter.

… und darum sollte man jenen unbedingt vermeiden. Ich habe hohe Ansprüche an mich und meine Web-Präsenz, weshalb es immer wieder passiert, dass ein Post diesen im Nachhinein nicht gerecht wird. Ich bin dann oft etwas zwiegespalten und schwanke zwischen „Für diese Outfitfotos habe ich jetzt doch nicht 20 Minuten in der Kälte gestanden – ohne Jacke!“ und „Die Fotos, die Location, der Look – was hab ich mir dabei nur gedacht?“. Im Endeffekt entscheide ich mich dann meist dagegen, einen solchen Post hochzuladen. Die Leser (und potenziellen Partner) sehen schließlich nicht die Arbeit, die man in etwas investiert, sondern nur das Ergebnis, was am Ende dabei herauskommt.

10. ninaconinaco.com ist nicht Alles – aber ein Teil von mir.

Einen Blog zu starten war sicher eine der besten Entscheidungen meines Lebens, trotzdem ist er nicht noch lange nicht mein einziger Lebensinhalt. Ich hatte nie das eine große Ziel, Fashion-Bloggerin zu werden, ich war nie scharf auf den Ruhm den dieser Job mit sich bringen kann. Nicht, als ich begonnen habe zu bloggen und nicht jetzt.
Es gibt so viele Dinge, die mich interessieren, die ich noch machen will. Erfolgreiche Full-Time-Bloggerin ist davon nur eine Möglichkeit. Trotzdem möchte ich das alles hier natürlich gerade nicht missen. Mein Blog hat mir so viele Tore geöffnet, unvergessliche Erlebnisse beschert und war, an allererster Stelle, immer Ventil für all die Kreativität und den Mitteilungsbedarf, welche ich sonst mit mir herumgeschleppt hätte. Ich weiß nicht wie lange ich noch Bloggen werde – vielleicht höre ich schon morgen auf, vielleicht mache ich noch zehn Jahre damit weiter. Aber ich bin froh, dass ninaconinaco.com Teil meines Lebens ist.

Mit diesen Worten wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr!

 

 

 

  • Comments ( 9 )

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    Sally-Anne

    Liebe Nina, dass sind echt tolle Sachen die du im Rückblick auf 2016 gelernt hast und genau wegen diesen Sachen, die du in diesem Post aufgezählt hast, ist dein Blog zu einer meiner liebsten Blogs geworden. Ich hoffe, dass du nicht direkt morgen mit bloggen aufhörst und stattdessen noch lange weiter machst!
    Liebste Grüße, Sally-Anne
    http://www.xosallyanne.blogspot.de

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      ninaconinaco

      Was für ein schönes Komplett, das freut mich total! Ich bleibe auf jeden Fall erstmal dabei, keine Sorge 🙂

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        ninaconinaco

        *Kompliment natürlich

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    julezzdiamond

    Liebe Nina,

    wirklich toller Blogbeitrag. Mach weiter so 😊.
    Wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr ❣️.

    Liebste Grüße

    Julezz
    http://www.julezzdiamond.com

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      ninaconinaco

      Liebsten Dank, den wünsch ich dir ebenfalls! 🙂

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    urbanblissbymarie

    Liebe Nina,

    sehr schön geschriebener und interessanter Blog Post 🙂 Ich habe erst vor 1.5 Monaten „offiziell“ mit dem Bloggen begonnen und finde es daher besonders spannend dein Fazit nach einem Jahr zu lesen!

    Dir einen guten Start ins neue Jahr! 🙂

    Liebste Grüße

    Marie

    http://theurbanbliss.com

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      ninaconinaco

      Liebsten Dank! Dann wünsche ich dir ganz viel Erfolg und Spaß mit deinem Blog 🙂

  • avatar
    Jasmin

    Liebe Nina,

    der Beitrag fasst eigentlich alles zusammen, was ich aus meinem ersten Jahr als Bloggerin mitgenommen habe! Vor Allem Punkt 5. und 6. finde ich sehr schade.
    Danke fürs teilen 🙂 Komm gut ins neue Jahr

    LG Jasmin

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    fashionladyloves

    Sehr toll geschrieben, und Danke für die Tipps!
    Ich finde den Neid unter Bloggerinnen ganz schlimm und das mit den gekauften Instagram Followern… aber naja jeder wie er will. 😉 Ich bin jedenfalls froh das ich auch schon ein paar liebe Bloggerinnen persönlich kennenlernen durfte. 🙂 Ich wünsche dir ein tolles Jahr 2017!
    Liebste Grüße Tamara
    FASHIONLADYLOVES

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